Hey, hat jemand meine Motivation gesehen?

Mit der Motivation ist es manchmal wie verhext. War sie eben noch da und alles flutschte nur so, ist sie im nächsten Moment auf Nimmerwiedersehen verschwunden und jede Tätigkeit fällt uns schwer. Oder? Jetzt stellt euch vor… Wissenschaftler haben zwei Quellen unserer Motivation identifiziert: die innere, »intrinsische« und die äußere, »extrinsische«. Wie dir das hilft, deine Motivation jederzeit bei Bedarf zu aktivieren, erzähle ich dir in meinem heutigen Blogbeitrag.

Wusstest Du, das Wort »Motivation« geht auf das lateinische Verb »movere« zurück – bewegen. Motive sind die Dinge, die uns antreiben, die Motivation ist die Bewegung, in die sie uns versetzen. Da liegt auch schon der Hund begraben und genau dort hat sich der Schlüssel zum Ursprung der Motivation versteckt. Kennst du deine Motive? »Geld verdienen« kann ein Motiv sein, um zu arbeiten, »gesund bleiben« eines, um in das Sportstudio zu gehen. Dabei wird zwischen äußeren und inneren Faktoren unterschieden. Äußere Faktoren sind jene Stimuli, die man von außen an uns heranträgt. Unser Gehalt ist ein starker Motivator, um morgens zur Arbeit zu gehen, die Strafzahlung eine, um nicht auf dem Behindertenparkplatz zu stehen. Das Problem mit diesen äußeren Motivatoren ist, dass wir sie nur selten beeinflussen können und ihr Potenzial damit begrenzt ist. Zu dem ist der Mensch ja ein Gewohnheitstier und sobald er sich an etwas wie die Gehaltserhöhung gewöhnt hat, ist es bald auch selbstverständlich, dass sie ihn nicht mehr motiviert. Das Streben nach mehr reicht als Motivator somit nicht aus.

Erkenne und nutze das Potenzial deiner inneren Motivatoren

Einen viel stärkeren Einfluss hingegen haben unsere inneren Motivatoren. Diese können ganz unterschiedlicher Natur sein. »Weil es Spaß macht« kann ein ganz starkes Motiv sein oder »weil das Tun den eigenen Überzeugungen und inneren Werten entspricht«. Das Tolle an diesen Idealen – sie verleihen uns wahre Bärenkräfte! Wo wir bei äußeren Motivatoren schon viel früher abwinken und uns weigern, noch ein paar zusätzliche Stunden an einem Entwurf zu feilen oder ein neues Angebot auszuarbeiten, bewirken die inneren Motivatoren, das wir auf jeden Fall das Beste für unsere Sache herausholen möchten. Wir wachsen buchstäblich über uns hinaus.

Was bedeutet das für die Suche nach der Motivation? Ganz einfach: Suche deine Motivation nicht, locke sie stattdessen mit einem Köder an! »Ich bin nicht nur von meinem Produkt überzeugt, nein ich lebe es, und liebe es, es bekannt zu machen«, ist ein guter Motivator, ebenso wie »Ich möchte meinen Kindern als Vorbild zeigen, dass sie alles erreichen können, was sie sich vornehmen.« Der 2006 erschienene Film »Das Streben nach Glück« mit Will Smith in der Hauptrolle zeigt, welch unglaubliche Power solche inneren Motivatoren entwickeln. Ein alleinerziehender Vater aus armen Verhältnissen bekommt die Gelegenheit, einen guten Job zu bekommen, wenn er dafür ein unbezahltes Praktikum macht. Er und sein Sohn überstehen diese unglaublich harte Herausforderung, in dem sie in Obdachlosenunterkünften schlafen und auf nahezu alles verzichten – angetrieben von der Motivation, bald ein besseres und sicheres Leben zu haben. Der Fokus auf dieses Ziel bringt eine so starke, innere Motivation hervor, dass der Vater auf Möglichkeiten, kurzfristig Geld zu verdienen, verzichtet, um sein langfristiges Ziel umzusetzen. Ist es nicht fantastisch, was wir bewegen können, wenn wir die richtigen Motive haben? Was sind deine? Kannst du sie benennen und aufschreiben? Ich bin gespannt!

Reflektiere mal selbst und hinterfrage deine Motive… Sind sie ex- oder intrinsisch?

Und wenn sie extrinsisch sind, dann ist es Zeit, sie in intrinsische zu ändern…

Wenn du eine Liste magst für extrinsisches und intrinsische Motive findest du sie hier.

Intrinsische:

  • weil es Spaß macht,
  • weil es Begeisterung weckt, es zu tun,
  • weil das Tun den eigenen Überzeugungen und inneren Werten entspricht.

Erkennungsmerkmale:

  • Löst Begeisterung aus
  • Bringt Freude
  • Erzeugt *Flow
  • motiviert über die Tätigkeit

Es geht um das Tun an sich (Musiker musizieren gern, Controller befassen sich gern mit Zahlen, Statistiken und deren Bewertung)

Extrinsische:

  • Lob und Anerkennung von anderen
  • Geld
  • Materielle Dinge
  • Belohnung / Zwang
  • fremd gesetzte Ziele

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*Ein kleiner Exkurs zum Stichwort FLOW:

Dieser Begriff wurde von einem ungarischen Psychologen namens Mihály Csíkszentmihályi geprägt, der unter ebendiesem Titel ein Buch veröffentlicht hat. Bei dem sogenannten Flow State befinden wir uns wortwörtlich in einem Fluss mit dem, was wir tun. Dabei können Stunden vergehen, ohne, dass wir auf die Uhr schauen – manch einer vergisst in diesem Zustand sogar das Essen.

Wenn du dich voll und ganz auf eine Sache einlassen kannst, weil du dafür brennst und sie dir einfach nur Spaß bereitet, oder du unbedingt auf die Lösung eines Problems, vor das deine Aufgabe dich stellt, kommen möchtest, bist du im Flow.

Dann sind all deine Motivatoren, intrinsische sowie extrinsische, auf einer Linie, und halten dich wach, um deine Aufgabe zu erfüllen.

Um herauszufinden, wo deine Motivatoren dich besonders gut in deinen Flow bringen können, stelle dir folgende Fragen:

 

1) Wobei warst du zuletzt so richtig im Flow?

2) Erlebst du deinen Flow im beruflichen oder privaten Kontext?

3) Gibt es bei deiner Arbeit (zumindest Teil-)Aspekte, die dich in deinen Flow bringen?

4) Welcher Art sind dabei deine Motivatoren? In- oder extrinsisch?

5) Kannst du bei allem, was du tust, deine intrinsische Motivation benennen?

Weitere Informationen zu deinen Motivatoren erwarten dich bei Bearbeitung dieser Arbeitsblätter.

 

Keep going!

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