Lass! Jetzt! Los!

Wer Kinder hat – insbesondere Mädchen – kennt den Disney-Film »Die Eiskönigin«, in dem Elsa das Lied »Lass jetzt los!« singt. Indem sie loslässt, akzeptiert sie sich selbst und befreit sich vom Druck der anderen. Genau das ist das Geheimnis des Loslassens, über das nur wenige Bescheid wissen. Unser Leben ist geprägt davon, an Dingen festzuhalten – Ziele zu verfolgen. Wir verbeißen uns in eine Angelegenheit und setzen alles daran, uns durchzusetzen, selbst wenn der Aufwand überhaupt nicht mehr im  Verhältnis zu dem zu erreichenden Ziel steht. Schlimmer noch: Wir halten an so vielem fest, dass uns keine Ressourcen mehr bleiben, Neues zu beginnen. Damit ketten wir uns selbst in der Vergangenheit fest, anstatt auf Flügeln in die Zukunft zu fliegen. 

Wer zu viel festhält, kann nichts mehr anpacken

Um meinen Klienten das zu verdeutlichen, greife ich gerne zu einem kleinen Experiment: Gieß Wasser in ein Glas, nimm das Glas in die Hand und strecke den Arm aus. Kein Problem, richtig? Nun nimm ein zweites Glas in deine andere Hand und mache dasselbe. Was, wenn jetzt dein Handy klingelt oder du nach etwas anderem greifen musst? Richtig! Du hast keine Hand mehr frei. Genau das passiert auch mit unserem Geist, wenn wir an zu vielen Dingen festhalten. Wir brauchen Freiheit und auch ein wenig Flexibilität, um auf Unerwartetes zu reagieren und Neues zu gestalten.

Befreie dich vom Ballast!

Wir alle schleppen Unmengen an Ballast mit uns herum. Da sind nicht nur die Dinge, mit denen wir uns umgeben und die uns manchmal regelrecht ersticken und einmauern, da ist auch der Job, an dem wir nur festhalten, weil wir uns davor fürchten, einen Schritt in das Ungewisse zu machen und auch die Freundschaften und Beziehungen, die wir aufrechterhalten, obwohl sie uns keine Freude mehr bringen. Betrachte deshalb alles in deinem Leben – von deinem Kleiderschrank bis zu deiner Kontaktliste bis zu deinen Gewohnheiten und frage dich: Bringt es dir Freude? Nur, was dich glücklich macht, darf in deinem Leben bleiben, trenne dich von allem anderen. Das mag Angst auslösen, doch bereits der Philosoph Sören Kierkegaard stellte fest: »Angst ist der Schwindel der Freiheit«. Wenn du Neues in deinem Leben möchtest – eine neue Beziehung, einen neuen Job, ein ganz neues Leben – dann musst du zuerst loslassen, um überhaupt Platz zu schaffen. Versuche dich daran, du wirst sehen, wie ein neuer Wind dein Leben erfasst und dich zu unbekannten Ufern trägt! Lass jetzt los!

Hast du schon einmal von Marie Kondo gehört?

Wie sie dir helfen kann, das Loslassen zu üben

  • Viele Menschen haben einen überquellenden Kleiderschrank, doch die meisten ziehen nur einen Bruchteil der Kleidung, die sie besitzen, überhaupt an. Gehörst du auch zu denen? Marie Kondo hat ein System entwickelt, mit dem du effektiv deinen Kleiderschrank aussortieren und umgestalten kannst. Trau dich, anzufangen!

  • Ebensolches gilt für unsere Schreibtische. Kassenbons häufen sich in den Schubladen und Rechnungen von vor über zwanzig Jahren fluten unsere Aktenschränke. Nimm dir doch mal die Zeit, Stück für Stück durch deine Unterlagen zu gehen und zu prüfen, ob du wirklich all diese Informationen noch brauchst.

  • Die Königsdisziplin im Loslassen ist es wohl, die Sorgen loszulassen. Dinge, die du tagtäglich mit dir im Kopf herum schleppst, ohne, zu einer Lösung zu kommen, blockieren deine Gedanken und hindern dich daran, weiter zu kommen. Schreibe dir alle deine Sorgen auf und verbrenne sie, schicke sie mit einer Flaschenpost davon oder verbuddel sie im Garten. Egal, welches Ritual du wählst, du wirst sehen, wie befreiend das wirkt!

  • Weitere Inspiration, wie du das Loslassen üben kannst, findest du auf diesen Arbeitsblättern.

Befreie dich! 

 

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