Wie groß ist deine Lücke? Vom Glück und der Gap-Theorie

Mit dem Wollen und dem Glück ist es so eine Sache. Wir wollen prinzipiell immer genau das, was wir nicht haben können und wenn wir es dann endlich haben, dann streben wir schon wieder nach der nächsten Sache. Das ist menschlich und hat etwas Gutes: So streben wir immer weiter nach neuen Herausforderungen.

Dein Glück bleibt auf der Strecke
Glück ist für die meisten von uns etwas, das wir noch nicht haben oder bereits wieder verloren haben. Die wenigsten von uns können Glück in dem Augenblick empfinden und festhalten, indem es bei uns einkehrt. Stattdessen machen wir Glück anhand von Vergleichen fest, bzw. an den Unterschieden zu anderen oder zu unserer Vergangenheit und Zukunft. Auf Englisch nennt man das Gaps. Die Wissenschaft kennt drei von diesen Lücken:

1. Glück ist etwas, das ich (noch) nicht habe und vielleicht auch nie erreichen werden. Das kennen wir alle. Wir sehen im Fernsehen Bilder vom Luxus der Superreichen und in uns regt sich der Neid. So ein Glück werden wir niemals haben. Tatsächlich ist sich mit anderen zu vergleichen, einer der zuverlässigsten Wege in das Unglück. Denn: Wir können niemandem hinter die Stirn schauen. Luxus, Wohlstand und Schönheit sind keine Garanten für Glück und häufig sind die Menschen, die ihr Glück nach außen tragen, im Inneren besonders unglücklich. Also, bleibe bei dir und deinem Glück!

2. Früher war ich glücklich, jetzt habe ich alles verloren. Scheitern tut weh, ein Verlust ebenfalls. Schnell kommt es uns dann vor, als erscheine die Vergangenheit im Glanz des Glückes, obwohl in Wirklichkeit auch damals nicht alles rosig war. Diese Verklärung der Vergangenheit geschieht, wenn wir die Augen vor dem verschließen, was wirklich ist und negative Gedankenschleifen aufrechterhalten. Alles Glück, was du erleben kannst, liegt in der Gegenwart und in der Zukunft und genau dorthin solltest du deine Aufmerksamkeit lenken. Die Vergangenheit ist, was sie ist: vergangen.

3. Was mich glücklich macht, fehlt mir. Bei dieser Lücke verortest du dein Glück in der Zukunft statt in der Vergangenheit oder der Gegenwart und hältst auf diese Weise am gegenwärtigen Unglück fest. »Wenn ich erst abgenommen habe, dann werde ich glücklich sein« oder »Wenn ich endlich meinen Traumpartner habe, dann bin ich glücklich«. Glück entsteht im Augenblick und aus dir selbst heraus. Finde es im Hier und Jetzt und es gehört dir.

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