Das Geheimnis der Spiegelneuronen
Es war eine verblüffende Entdeckung, die italienische Forscher 1996 machten: In unserem Gehirn gibt es Nervenzellen, die das Verhalten anderer Menschen spiegeln. Wenn wir beobachten, wie jemand etwas tut, werden in unserem Gehirn die gleichen Areale aktiv, die sich auch regen würden, wenn wir selbst die Handlung ausführen. Die Forscher tauften diese Nervenzellen Spiegelneuronen. In unserer Evolution haben sie eine wichtige Rolle. Zum Einen halfen sie uns dabei, voneinander zu lernen, bevor wir miteinander sprechen konnten. Zum Anderen lassen sie einen Säugling das Verhalten seiner Eltern imitieren und so seine Chancen auf erfolgreiches Überleben erhöhen.
Spiegelneuronen beeinflussen unseren Alltag
In unserem Alltag spielen Spiegelneuronen eine wichtige Rolle, auch wenn wir uns ihrer nicht bewusst sind. Sehen wir jemand lächeln, können wir gar nicht anders, als das Lächeln zu erwidern, Gleiches gilt für das Gähnen. Auch Angst und schlechte Laune sind wegen der Spiegelneuronen regelrecht »ansteckend«. Das Gleiche gilt allerdings auch für gute Laune und positives Denken: Wir sind, womit wir uns umgeben und unsere Umwelt ist ein Spiegel für uns. Die Entdeckung der Spiegelneuronen ist noch längst nicht zu Ende: Jüngst fanden Wissenschaftler heraus, dass sogar Hunde, unsere besten Freunde, Spiegelneuronen haben, die auf unser Verhalten reagieren. Wahnsinn, oder?